Gute Marken kann man sich merken, sie müssen aber auch in den digitalen Medien gefunden werden – Google, Facebook & Co sollten zur Webpräsenz der Marke führen. Das gilt für Product & Service Brands genauso wie für Personal Brands.

Genau hier setzt Personal Branding Experte Marvin Eichsteller an. Gestartet hat seine Expertise im Rahmen seiner Tätigkeiten bei Detecon International, wo er die wichtigsten Partner mit den ersten Schritten zur eigenen Personal Brand betreute. Mit dem Blog eMobilitaetblog.de und den Themen rund um die eMobility wurde er 2017 LinkedIn Top Voice und gehörte damit zu den erfolgreichsten 25 Autoren der Plattform. Nun unterstützt er bei der Vermittlung und Schaffung von Personal Branding Aktionen. Der Aufbau einer Personenmarke setzt dabei eine intensive Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit voraus – Stärken, Schwächen, Persönliche Werte, Passion u.v.m. Marvin Eichsteller zeigt Ihnen die Erfolgsfaktoren für Personal Brands auf. 

Sein Buch „Personal Branding. Wie baut man Experten als Personenmarken in digitalen Medien auf?“ gibt dabei hilfreiche Ansatzpunkte. Im Buch zeigt Marvin Eichsteller auf, wie sich Personenmarken aufbauen lassen – natürlich vor allem in den digitalen Medien, in denen heute schon und noch viel mehr morgen jede Markenbildung stattfinden wird.

Veränderungen

Die Welt verändert sich mit rasanter Geschwindigkeit. Das schnelle Auffinden von Kenntnissen und intellektuellen Fähigkeiten einzelner Personen, deren Leistung auf einem bestimmten Fachgebiet weit über dem Durchschnitt liegen, wird zum Schlüsselerfolgsfaktor für Unternehmen.

Ein interessantes Thema, was mich nicht nur in dem Zusammenhang mit meiner Blogger Tätigkeit beschäftigt. Wie werden Menschen als Influencer wahrgenommen? Nicht nur im SocialMedia Bereich, wenn es um Kosmetik und um die Vermarktung von Produkten geht, auch im Business Bereich. Marc Wagner, Partner bei Detecon International, hat sich eine sehr erfolgreiche Personal Brand aufgebaut. Er schreibt bei t3n und in anderen Magazinen und wird als Experte für New Work/Future Work wahrgenommen. Die Experten in meiner Thesis werden für Interviews angefragt und generieren Sales über ihre Marke. Doch wie wird man zu einer Personenmarke? Und muss dies online geschehen? Definitiv, denn es gilt:

„Künftig lassen sich Expertenstatus und Meinungsführerschaft nur mithilfe einer entsprechenden Online-Reputation erreichen.“ (Evsan)

Dabei ist entscheidend, nicht nur die Möglichkeiten und Grenzen der Online-Instrumente zu verstehen, sondern auch die Motive der Nutzer zu kennen. (Kreutzer) „Es geht darum, die Ansprüche der Kunden zu erfüllen, die längst digital agieren.“ (ONeill)

Was ist Personal Branding

Personal Branding beschreibt dabei die Strategien, eine Personenmarke aufzubauen, sich selbst zu vermarkten und den eigenen Wiedererkennungswert zu erhöhen. (Evsan)

„Doch hinter den vielversprechenden Zielen stehen harte Arbeit, viel Ausdauer und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Wer sein Personal Brand etabliert, widmet sich nicht nur eigenen Stärken, sondern vor allem den Schwächen und potenziellen Konfliktsituationen.“ (Evsan)

Thought Leader werden

In meinem Interview auf der Business-Site der DMEXCO habe ich über die Möglichkeiten des Dialogs, die Kanäle und die Haltung im Digital Leadership gesprochen. ‚Vordenken‘ ist nicht nur eine Frage der Expertise, sondern auch der Persönlichkeit. Sie gehört mittlerweile für Führungskräfte zu den Dingen, mit denen sie sich beschäftigen müssen. Offene Fragen dabei sind: Wie gehe ich mit Thought Leadern in meinem Unternehmen um und wie kann ich es selbst als Führungskraft zu einem Thought Leader bringen?

Thought Leadership Definition

Ein Thought Leader oder auf Deutsch „Meinungsführer“ ist bekannt und anerkannt für seine außerordentliche Expertise in seinem Fachbereich. Er tritt im Rahmen des Content Marketings in sozialen Medien mit tiefgründigem Wissen auf und bereitet ansprechende Inhalte und neue Themen dementsprechend auf. Dabei erwirbt er eine große Followerschaft, welche er mit aktuellen Themen und seinen Ansichten zu diesen Themen  .

„[Thought Leadership] means you provide the best and deepest answers to your customers’ biggest questions in the formats your audience likes to consume them.“ –  Michael Brenner

 

Unterschied zwischen Thougth Leadership und Personal Branding

Thought Leadership ist der strategische Schritt, um die eigene Expertise in der Branche zu präsentieren. Personal Branding, also die persönliche Marke, bildet dabei das Zentrum eines Thought Leaders. Es bündelt die Werte und spiegelt die Identität des Thought Leaders wieder. Personal Branding zementiert also das, worum es bei den eigenen Themen geht, in den Köpfen der Follower. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Personal Branding einen Mehrwert für die eigenen Thought Leadership-Bemühungen schaffen kann.

Ohne Personal Brand wird es schwierig als Thought Leader

Ohne Marke und das Bewusstsein für die eigenen Identität kann es schwierig werden, als Meinungsführer nach außen aufzutreten. Denn nur durch das richtige Personal Branding kann man Menschen zu sich ziehen und eine Follower-Basis aufbauen. Wenn Menschen Sie und Ihre Marke erkennen und sich auf persönlicher Ebene mit Ihnen identifizieren, werden sie sich wohler fühlen, wenn sie sich mit Ihnen auf den sozialen Netzwerken connecten. Die persönliche Basis hilft bei der Führung des Dialogs mit der Followerschaft, und diesen Dialog benötigt man um herauszufinden, welche Inhalte in welcher Form ihre Leserschaft bevorzugt.

Basis eines Thought Leaders / Personal Brands

Beim Personal Branding hat man eine vorbereitende Phase, in der man sich nur mit den eigenen Stärken und Schwächen beschäftigt. Erst nach der Erstellung des eigenen Profils weiß man, welche Mehrwerte man den Verbrauchern bieten kann. Im Personal Brand Workbook von PwC bekommt man eine Idee, wie die eigene Profilbildung einem als Thought Leader helfen soll. Laut PwC kann jede Interaktion, die man mit anderen hat, einem die Gelegenheit bieten, ein Erlebnis zu schaffen und den Menschen nahezubringen, was sie von einem erwarten können. Eine klare und konsistente Bereitstellung der eigenen Marke über ein breites Publikum hinweg, hilft Türen für neue Möglichkeiten zu öffnen und sich als Meinungsführer zu positionieren.

Wie werde ich Thought Leader?

Linus Kurtenbach, mein Interview Partner der DMEXCO, fragte mich in dem Interview, ob man ein bekannter Experte für ein bestimmtes Fachgebiet oder ein erfolgreicher CEO in einem bekannten Unternehmen sein muss, um als Vordenker und “Thought Leader” wahrgenommen zu werden? Für mich ein ganz klares Nein. Durch die sozialen Netzwerke bekommen auch zunächst unbekannte Vordenker die Chance, sich mit ihrem Thema zu positionieren. Wichtig ist; man muss es wollen und den Schritt in die sozialen Medien bewusst wählen. Man sollte die Basis eines Personal Brands verstanden haben und sich gewissenhaft mit den Themen positionieren, mit denen man sich auskennt. Nur dann hat die erfolgreiche Positionierung eine Chance.

Natürlich können Netzwerker wie Prof. Harald Eichsteller oder Dr. Winfried Felser auch weiterhelfen und noch relativ neuen Thought Leadern die Möglichkeit geben, eine breitere Masse zu erreichen. Denn es hilft, ein gut gepflegtes Netzwerk zu haben und hier geht es meist um Zeit. Und Kontaktpflege benötigt einen gewissen Zeitraum.

Meinungsführerschaft im Unternehmen

Eine Personal Brand kann Themen in einem Unternehmen zum Leben erwecken. In der heutigen Zeit schaffen es diese Personenmarken durch die bloße Bindung Ihres Namens an ein Unternehmen, dieses mit neuer Aufmerksamkeit zu schaffen. Die Follower verbinden mit dem Meinungsführer bestimmte Werte und haben keinen Zweifel daran, dass sich diese Werte in den Projekten des Unternehmens widerspiegeln werden.

Meinungsführer, die die Schritte zum Personal Brand erfolgreich gegangen sind, haben ein gut ausgebautes, aktives Netzwerk, über das viele Menschen erreicht und unterschiedliche Inhalte geteilt werden können. Neue Projekte oder Stellenausschreibungen bekommen eine ganz andere Wirkung, wenn sie von dem Thought Leader selbst empfohlen werden. Einzelpersonen wirken nahbar, echt und glaubwürdig. Werbemaßnahmen und moderne Marketingstrategien verknüpft mit Storytelling wirken auf diese Weise viel effizienter und persönlicher.

Fazit

Wie gehe ich mit Thought Leadern in meinem Unternehmen um und wie kann ich es selbst als Führungskraft zu einem Thought Leader bringen? Die Herausforderungen habe ich bereits skizziert, Randolf Jessl erweitert diese in einem eigenen Beitrag. Der Umgang mit Vordenkern sollte immer offen sein. Nutzen Sie als Unternehmen die Vorteile, die die Expertise ihrer eigenen Mitarbeiter mit sich bringen. Wenn Sie einen Meinungsführer in ihrem Unternehmen haben, sollten Sie eruieren, wo Synergieeffekte genutzt werden können. Führen Sie einen offenen Dialog über die gemeinsamen Möglichkeiten und schaffen sie es, gemeinsam das Unternehmen voran zu bringen. Wenn Sie sich als Führungskraft eines Unternehmens selbst als Meinungsführer positionieren wollen, sollten Sie die Schritte hin zum Personal Branding erfolgreich beschreiten. Tipps finden Sie in meinem Buch „Personal Branding. Wie baut man Experten als Personenmarken in digitalen Medien auf?“. Im Rahmen des Personal Branding loten Sie dann für sich aus, mit welchen Themen Sie sich positionieren könnten und welche Themen ihre Kunden und Follower interessieren sollte und dann heißt es: Step by Step Artikel schreiben und erfolgreich Dialoge führen!